Coppa d'Inverno

Gleich nach der SM Woche fuhr ich am Sonntag danach nach Frankreich und bestritt den GP Marchaux. Auch dort wurde ich erneut 16. nach einem Rennen unter strömendem Regen!

Ich freute mich umsomehr über das Aufgebot, mit der CH Nati nach Holland an die Olympias Tour reisen zu dürfen. Nach einer zweiwöchigen Vorbereitung ging es los. Die erste Etappe war ein Teamzeitfahren über 18 Kilometer, flach mit ein wenig Wind. Wir beendeten dies auf dem soliden 13. Rang. Die zweite Etappe war sehr nervös und so zog mich ein Massensturz bereits nach 30km zu Boden. Nichts schlimmes, gleich weiter und möglichst gut wieder zurück ins Feld. Doch nach etwa 85km räschelte es bereits wieder kurz vor mir und ich stürzte erneut. Mit Verdacht auf Schulterbruch fuhr ich ins nächste Spital zur Untersuchung. Glücklicherweise konnte dies dann als "Fehlalarm" bezeichnet werden. Das Abenteuer Holland war aber trotzdem frühzeitig beendet...

Nach der Genesung aller Blessuren, respektive noch während, trainierte ich fleissig weiter um die letzten Rennen der Saison noch bestreiten zu können. Da mir das linke Knie etwas mehr Probleme verursachte als ich gedacht habe, musste ich das zweitletzte Rennen der Saison absagen. Umso motivierter war ich für das letzte!

Die Coppa d'Inverno in Italien fuhr ich dann jedoch ziemlich ohne Erwartungen. Nach ca. einem Monat ohne Rennen wusste ich nicht wo ich stehe. Gleich zu Beginn fuhr eine Fluchtgruppe weg. Diesen Moment habe ich jedoch verpasst... Nach vielen Angriffen auch meinerseits wurde das Feld gegen Ende des Rennens immer kleiner. Die Fluchtgruppe holten wir trotzdem nie wieder ein.

Im Sprint um den 14. Rang konnte ich mich dann noch beweisen und wurde zweiter. Ein tolles Resultat welches mich zuversichtlich für die kommende Saison stimmt.

Ein grosses Dankeschön an alle, welche mich während dieser Saison unterstützt haben. Ohne euch alle, wäre dies nicht möglich gewesen!

Nun etwas Pause und dann wieder ordentlich auf die neue Saison vorbereiten! Cool

Schweizermeisterschaft Strasse U23

Die diesjährige Schweizermeisterschaft fand in Stäfa oberhalb des Zürisees statt. Der Parcours war sehr wellig, gespickt mit zwei kurzen Abschnitten auf ungeteerter Strasse und führte über eine Totaldistanz von rund 175 Kilometern.

Gleich zu Beginn konnten sich sechs Fahrer vom Feld absetzten. Niemand wollte ihnen so richtig Vertrauen schenken und alle dachten, dass diese mit der Zeit sowieso wieder zurückfallen werden. Nach einigen Kilometern konnte ich mich mit sechs weiteren Fahrern ebenfalls vom Feld absetzen und wir fuhren zwischen Feld und Spitzengruppe. Auf die Spitzengruppe hatten wir rund 2 Minuten Rückstand und auf das mittlerweile klein gewordene Feld etwa 2 Minuten Vorsprung. Kurz später kamen einige Fahrer von hinten in unsere Gruppe aufgeschlossen und es sah vielversprechend aus, dass wir nun die Spitzengruppe wieder einholen konnten. Leider fühlte sich niemand verpflichtet, Nachführarbeit zu leisten und so kamen von hinten wieder ettliche Fahrer in unsere Gruppe zurück. 

Im Finale des Rennens konnten sich dann noch einige Fahrer absetzten und machten sich auf die Jagd nach der Spitze. Doch diese kam bis ins Ziel und so gab es ein wenig ein Überraschungspodest. Für mich reichten die Kräfte schlussendlich noch für einen 16. Rang was nicht wirklich das Resultat ist, welches ich angestrebt habe. Die Form stimmt jedoch und ich freue mich auf die bevorstehenden Rennen welche nun noch statt finden!

Tour de Hokkaido

Das erste Mal reiste ich so weit an ein Radrennen. Ich freute mich sehr auf diese Chance und bereitete mich auch entsprechend auf das Rennen vor. Der August war von Italien Rennen geprägt mit sehr harten Strecken und leider nicht wirklich positiven Resulaten für mich. Trotzdem sah ich, dass ich meine Form ständig steigern konnte. Am Start des Rennens waren einige Japanische Teams, zwei Profi Teams wie Nippo und Jelly Belly aus Italien respektive Amerika und Teams aus Australien.

Im Prolog über 1km fuhr ich die 23. Zeit. Ich war zufrieden und freute mich auf die zweite Etappe welche direkt am Nachmittag stattfand. Dort setzte sich eine 13 köpfige Gruppe vom Feld ab. Leider holte diese einen Vorsprung von bis zu 6 Minuten heraus und das Gesamtklassement war bereits vorentschieden. Glücklicherweise waren aber unsere zwei Leader Cyrille und Matteo vorne dabei. 

Die dritte Etappe über 180 km war wiederum sehr hügelig und gleich zu Beginn setzte sich eine Fluchtgruppe ab. Im Finale des Rennens stellte ich mich in den Dienst von Cyrille um ein Top Resulat zu holen. Die letzten 500 Meter zum Ziel führten eine steile Wand hoch und es war ein reines Kräftemessen. Ich wusste, dass Cyrille dort gewinnen kann und fuhr viele Kilometer vor der Wand vorne im Feld um ihn perfekt zu positionieren. Dies gelang gut und er startete die letzten 500 Meter aus dritter Position. Leider reichten seine Kräfte schlussendlich "lediglich" zum 5. Rang. Ich fuhr so wie es noch ging den "Berg" hoch und rettete mich ins Ziel.

Die letzte Etappe war vorallem wegen ihrer Länge ein wenig ungewiss. 220 Kilometer und mehrere Bergpreise. Zudem wehte zwischendurch noch ein üppiger Seitenwind welcher das Feld noch mehr in die Länge zog. Gleich zu Beginn der Etappe bekundete ich ein wenig Mühe doch je länger die Etappe, desto besser wurden meine Beine. So konnte ich nach 180 Kilometern als es ins Finale der Etappe ging mit den Besten mitfahren und zusätzlich noch alles geben um das Tempo für Cyrille hochzuhalten. Er beendete das Etappenrennen auf dem 5. Rang und von meiner Seite aus steht der solide 25. Rang in den Büchern. Die letzte Etappe konnte ich auf dem 20. Rang beenden und bin zufrieden, auf einer solchen Renndistanz mithalten zu können. 

Ebenfalls konnten wir als Team die Teamwertung der U26 gewinnen und erhielten dafür noch Medaillen und Pokale. Das schöne Blumenbouquet mussten wir leider den Hotelmädchen in Japan überlassen ;-)

Trofeo Almar, Nationscup (31. Juli 2016)

Mein erstes Mal mit der Schweizer Nationalmannschaft als U23 Fahrer durfte ich am Trofeo Almar "Coppa dei Laghi" am Lago Maggiore in Italien bestreiten. Das Rennen welches als UCI Nations Cup gewertet wird war 180 Kilometer lang und mit dem Tainenberg als eine der kurzen Steigungen ein sehr interessanter Parcours. 

Ich war sehr motiviert, die Nation an einem solchen Rennen vertreten zu dürfen. Und dies gleich 1 Tag vor dem Nationalfeiertag. Nach rund sieben neutralisierten Kilometern startete das Rennen offiziell und wurde gleich richtig schnell. Nach einiger Zeit lösten sich dann zwei Fahrer vom Feld. Der Franzose und der Slovene konnten eine lange Flucht starten. Hinten waren alle Fahrer bemüht, zu den zwei aufzuschliessen. Immer wieder gab es Angriffe, doch leider auch immer wieder Teams die das Tempo machten und die Lücken wieder schlossen.

So ging es nach knapp 170 Kilometern das letze Mal an den Tainenberg, ein Berg von etwa 1.5 Kilometer Länge mit einer Schlussrampe von vielen kleinen einbetonierten Steinen auf einer kleinen Strasse welche uns Fahrer mächtig ins Schütteln brachten. Nachdem die Italiener das Tempo im Feld hoch hielten kamen die Attacken. Leider konnte ich nicht mehr im ersten Feld folgen und fuhr das Rennen in einer Gruppe mit etwa 10-15 Fahrern fertig. Zum Schluss wurde ich 57. Sicherlich kein super Resultat, jedoch wieder viel Erfahrung welche ich mitnehmen kann. 

Doch eines ist klar, egal ob Teamtrikot oder Nationaltrikot. Ein Radrennen bleibt ein Radrennen! {#smileys123.tonqueout}

Tour d'Auvergne

Prolog

Der Prolog der Tour startete am Donnerstag Abend in Le Puy en Velay, einem wunderschönen Städchen mitten in Frankreich. Vier Kurven und etwas mehr als vier Minuten vollgas strampeln standen auf dem Programm. Ich startete mit einem guten Rythmus welchen ich bis ins Ziel halten konnte und beendete die Etappe unter den ersten 20 und war motiviert für die kommenden Tage.

1. Etappe "der Hammermann"

Die erste Etappe führte über 165 Kilometer und war ein ständiges Auf und Ab! Die ersten 30 Kilometer gingen praktisch nur Berghoch und am Gipfel waren schon weit über 1000 Höhenmeter absolviert. Das einzige Problem, zwei Kilometer vor dem Gipfel explodierte ich und ich konnte der Spitze nicht mehr folgen. Leider kam ich nie mehr ganz nach vorne und so versuchte ich einfach so bald als möglich ins Ziel zu kommen. Ich blickte sofort nach vorne und konzentrierte mich auf die kommenden Tage...

2. Etappe "auf der Suche nach der Fläche in der Auvergne"

Nach der ersten Etappe wusste ich nicht genau wie gut erholt ich bin. Deswegen fuhr ich einfach so gut wie möglich mit, was auch klappte. Bis wenige Kilometer vor dem Ziel war ich im Spitzenfeld und folgte dem Rythmus erst am letzten Berg nach mehr als 2'500 absolvierten Höhenmetern konnte ich nicht mehr folgen. Doch zum Glück war der Weg ins Ziel nicht mehr weit und ich beendete die Etappe in einem grösseren Grupetto.

3. Etappe "Frühstückstour"

Am Sonntag standen gleich zwei Etappen auf dem Programm. Die erste startete um 9.00 Uhr und war etwa 110 Kilometer lang. Das Tagesziel war klar! Unseren Leader Matteo so gut unterstützen wie möglich damit er das "Maillot du meilleur grimpeur" also des besten Bergfahrers verteidigen kann. Ich selbst fühlte mich auch ziemlich gut und konnte dann am Ende der Etappe noch den 20. Rang herausholen. Das Trickot blieb bei uns und es gab "nur" noch die Nachmittagsetappe zu überstehen.

4. Etappe "bises di lüpft"

Die 80 Kilometer führten über einen letzten grösseren Berg. Nach den ersten Kilometern in der Fläche war das Tempo enorm hoch und es windete relativ stark. Plötzlich war ich in der Fluchtgruppe mit 20 weiteren Fahrern. Da auf der Windkante ein Loch aufging lösten wir uns vom Rest des Feldes. Dies schien aber gar nicht in Ordnung und so wurde hinten vooolllgas gefahren und wenige Kilometer später wurden wir wieder eingeholt. Vor dem letzen Berg versuchte ich unserem Leader Matteo noch die beste Position zu erfahren bevor ich dann am Berg definitiv K.O. war. Ich fuhr schlussendlich mein Rythmus ins Ziel und beendete die Rundfahrt. 

Mit Ausnahme der ersten Etappe vom Freitag lief die Rundfahrt ziemlich gut und ich freue mich, heil und ganz wieder zuhause zu sein!

 

 

 

 

 

Freccia dei Vini (IT)

Nach ein paar Tagen Pause und einem anschliessenden Fieber-Virus trainierte ich erneut gut und im grösseren Umfang. Trotzdem ging ich ohne Erwartungen an das Rennen nach Italien und freute mich darauf, wieder Rennen fahren zu können!

Das Rennen führte zuerst über rund 60 flache Kilometer bevor es dann in die "Colli Pavesi" ging. Die Berge dort sind nicht sonderlich lang, können aber ganz schön steil sein. Über die ersten Schwierigkeiten kam ich sehr gut mit und fühlte mich auch erstaunlich gut. Die anhaltende Hitze machte mir aber nach etwa 120km etwas Mühe. Ich wusste, dass "nur" noch 40 Kilometer bis ins Ziel fehlten und so gab ich nochmal alles. Doch die ständigen Temperaturunterschiede von Mittwoch bei 3 Grad Celsius im Training zu 38 Grad Celsius am Renntag machten mir das Leben schwer. Unweit vor Rennschluss musste ich das Rennen dann aufgeben und im Grupetto ins Ziel fahren. Doch auch dies war nicht sonderlich einfach. Einige meiner Grupetto-Begleiter stiegen an einer der steilsten Stellen ab dem Rad und begannen zu laufen... Lautes Lachen doch ich bin nach wie vor Radfahrer und nicht Marathonläufer und so zwang ich mich auch den letzten Hügel noch hoch!

Schweizermeisterschaft Einzelzeitfahren U23

Das diesjährige Zeitfahren mit Start und Ziel in Martigny (VS) führte über 20.5km. Vorwiegend flach, mit einer zähen Steigung von etwa 800 Metern nach etwa einem Drittel der Strecke.

Am Start hatten wir alle Rückenwind und man konnte so richtig Tempo bolzen im grössten Gang. Die Steigung fuhr ich voll am LImit. Ich war froh war sie 800 und nicht 900 Meter lang ;-) die Durchschnittspendenz war bei rund 13%, was das Ganze eher anspruchsvoll machte!

Eine gefährliche kurze Abfahrt und ein paar eckige Kurven bevor es dann mit Gegenwind in eine lange Gerade zurück in Richtung Ziel ging. Ich gab alles und kam total am Ende ins Ziel! Aber es hat sich gelohnt und ich konnte den für mich sensationellen 4. Schlussrang erfahren. Vor mir waren drei Fahrer des BMC Development Teams und auf den Sieg fehlten mir nicht mehr als 15 Sekunden. Dieses Zeitfahren gibt mir Selbstvertrauen und zeigt mir, dass ich bei den U23 dabei bin.

 

GP Gippingen

Nach mehreren ein wenig verkorksten Rennen (San Vendemiano, Luzern, Berner Rundfahrt) war es schön, am GP Gippingen endlich wieder einmal dabei zu sein. Die vergangengen Rennen gingen gut und auch letzte Woche beim Rennen Milano-Tortona als mein Teamkollege Cyrille Thièry den Sieg nach Hause fuhr, fühlte ich mich sehr gut. Leider fehlte am Schluss noch ein wenig mehr Kraft um mit der 25 Köpfigen Spitzengruppe ins Ziel zu kommen.

Am GP Gippingen gewann erneut einer meiner Teamkollegen. Matthias Reutimann war eindeutig der stärkste im Feld und fuhr ein super Rennen! Die Runde war mit einem längeren Anstieg gespickt und musste sieben Mal absolviert werden. In der fünften Runde konnten sich acht Fahrer vom klein gewordenen Feld lösen. Mir fehlten wenige Watt in den Beinen, um der Gruppe folgen zu können. Erst war ich kurze Zeit ein wenig enttäuscht. Am Schluss waren es aber nur wenige Sekunden im Ziel, welche uns zu der Gruppe fehlten. Am letzten Anstieg war ich dann in eine fünfer Gruppe gekommen, welche zum Schluss sehr gut harmonierte und das Loch wurde fast noch einmal zugefahren. 

Nun bereite ich mich auf die Schweizermeisterschaften auf im Zeitfahren und auf der Strasse in Martigny vor. Ich freue mich sehr darauf und bin glücklich, hat sich das harte und vorallem aufwändige Training der letzten Wochen schon ein wenig gelohnt! 

GP Luzern

Für den GP Luzern nahm ich mir viel vor. Vielleicht auch ein wenig zu viel. Ich freute mich sehr auf das Rennen, war jedoch noch die halbe Woche erkältet, was nicht sehr förderlich war. Ich ging an den Start mit viel Motiation und als das Rennen losging, war das Tempo von Anfang an sehr hoch. Leider konnten sich schon bald ein paar Fahrer absetzten, jedoch ohne einen grossen Vorsprung rauszuholen. Ich selbst, fühlte mich nicht wirklich gut. Ich war angeschlagener als ich erwartet habe und versuchte so gut wie möglich dem Rythmus zu folgen. Immer mehr Fahrer wurden aus dem Rennen "rausgespült" und so ging es leider dann auch mir. Meine Kräfte waren zu Ende und wenige Runden vor Schluss musste ich das Rennen beenden. Lediglich 29 Fahrer erreichten das Ziel.

Ein grosses Kompliment an meinen Teamkollegen Cyrille Thièry welcher das Rennen gewonnen hat und nun auch Führender des Schweizer Cups ist. Nun will ich mich noch definitiv von meiner Erkältung erholen und dann am nächsten Wochenende an der Berner Rundfahrt (Samstag) und am GP Cham (Sonntag) wieder versuchen, meine Leistung voll auschöpfen zu können. Ich freue mich schon sehr lange auf die Berner Rundfahrt, da mir der Parcours dort sehr gut gefällt! 

Tour du Jura 2016

1. Etappe

Nach zwei Wochen Training war ich sehr gespannt auf meine Form an der Tour de Jura. Ich freute mich auf das Rennen und die kommenden zwei Tage! Die erste Etappe war schonmal ziemlich hügelig und etwa 120km lang. Nach wenigen Kilometern ging es bereits in den ersten von total neun Bergpreisen. Ich kam erfreulich gut über die Berge und als es auf den drittletzten Berg ging gab ich vor der Steigung vollgas und brachte somit meinen Teamkollegen Cyrille an die Fluchtgruppe ran. Das ganze Feld schloss sich zusammen. Leider ging kurz darauf eine neue Gruppe - ohne Fahrer vom VC Mendrisio - welche bis ins Ziel kam. Voller Motivation schauten wir auf den nächsten Tag!

2. Etappe

Die zweite Etappe war die längste der ganzen Rundfahrt. Die Renndistanz betrug etwas mehr als 160km. Zusätzliche ca. 15km waren vor dem Rennen noch neutralisiert. Erneut sechs Bergpreise und eine tolle Etappe welche uns erwartete. Am Start war es schönes Wetter, die Wettervorhersage war jedoch alles andere als hervorragend. Nach weniger als einer Rennstunde regnete es dann auch und wurde ziemlich kühl. Je länger wir in der Kälte waren und desto länger das Rennen ging, desto besser fühlte ich mich an den Bergen. An den letzten zwei Bergpreisen der 1. Kategorie waren wir noch ein Feld mit rund 30 Fahrern und vorne war eine Gruppe mit rund 10 Fahrern. Ich griff an, kam jedoch nicht weg. Ein anderer griff an, ich fuhr nach und so weiter... ich fühlte mich super! Nach allen Bergen ging es dann noch rund 35km bis ins Ziel. Erst auf den letzten zehn Kilometern begann ich die Länge der Etappe ein wenig zu spüren. Im Ziel war ich 25. und sehr zufrieden mit meiner Kondition. Im Nachhinein "fuchst" es mich ein wenig, nicht noch ein besseres Resultat eingefahren zu haben. Für's Selbstvertrauen war die Etappe jedoch sehr gut!

3. Etappe


Aufgrund der erneut schlechten Wetterbedingungen und einem nur noch halb so grossen Starterfeld wie am Anfang der Rundfahrt (viele haben aufgegeben, wurden abgehängt, erreichten das Ziel der zweiten Etappe nicht vor Kontrollschluss oder haben aus anderen Gründen das Renenn verlassen) entschied sich die Jury, die Etappe um 50km zu kürzen. Dies jedoch, ohne die Berge auszulassen. Ich war ein wenig hässig, dass wegen Regen und kühlen Temperaturen ein Rennen so stark gekürtz wird. Trotzdem versuchte ich das Beste daraus zu machen. Ziel war es, in eine Fluchtgruppe zu kommen. Dieses Ziel habe ich aber leider nicht erreicht. Am Schluss war es der 33. Etappenrang. Ich fuhr während dem ganzen Rennen vielen Angriffen nach. Vielleicht ein bisschen zu vielen, jedoch lief es erneut sehr gut. Am letzten Berg konnte ich dann den Besten Fahrern nicht mehr folgen. 

Mit dem 28. Rang im Gesamtklassement bin ich zufrieden. Es zeigt ein gutes Resultat, auf dem ich hoffenltich aufbauen kann. Ich weiss nun, dass meine Form im Moment sehr gut ist und ich freue mich auf das Rennen vom nächsten Sonntag in Italien, im Vittorio Veneto. 

L'enfer du Chablais

Ein Tag, mit viel Regen und sehr viel Dreck! Zwei Abschnitte pro Runde mit ungeteerten Strassen, welche sich mit dem Regenwetter in richtige Schlammrouten verwandelten. 

Gleich zu Beginn wurde "a tutta" losgefahren. Jeder wollte vorne sein und beim Geschehen mitmischen. Nach kurzer Zeit löste sich eine Gruppe mit sechs Fahrern. Von uns war Cyrille vertreten. Die Gruppe konnte sich jedoch nie entscheidend lösen. Nach etwa 60km waren wir nah dran, die Gruppe wieder einzuholen. Ich merkte, wie bei meinem Velo die Bremsen immer schlechter gingen. Anfangs Rennen neue Bremsklötze, welche durch Sand, Dreck etc. so schnell konsumierten, dass ich nun auf der Felge schliff. Ich war hässig, wollte weiterfahren aber es wurde gefährlich... Ich musste das  Rennen beenden und unter die Dusche. 

Die Enttäuschung war riesig, hatte ich doch sehr gute Beine und war in einer super Ausgangslage. Zu diesem Zeitpunkt im Rennen wären wir keine 30 Fahrer mehr gewesen... Im Nachhinein erfuhr ich, dass nicht nur ich dieses Problem hatte. Zwei Fahrer meines Teams litten am selben Problem. Auch Cyrille, welcher Anfangs in der Spitzengruppe war stürzte, weil seine Bremsen "leer" waren. 

Pech für dieses Mal! Für das nächste Mal hoffe ich auf mehr Glück! Nun bereite ich mich auf die Tour de Jura vor. Ein dreitägiges Etappenrennen.

Trofeo Città di Biella (IT)

Bestes Frühlingswetter, warme Temperaturen, ein 200 - Köpfiges Starterfeld und viel Motivation. Für den Start zum 150km langen Rennen stand nichts im Weg und wir starteten auf die erste grosse Runde von etwa 90km mit einem Bergpreis. Das Tempo war von Anfang an schnell und das Rennen gestaltete sich hektisch. 

Der erste Bergpreis wurde zügig gefahren, jedoch gab es keine grossen Angriffe. Es war tückisch, ging es doch seit einigen Kilometern schleichend hoch und erst auf den letzten Kilometern kam dann der eigentliche Bergpreis. Die darauffolgende Abfahrt war dann sehr schnell. Keine grösseren Stürtze und kurz danach waren wir alle wieder am Start/Zielort in Biella. Dort erwarteten uns nun sechs Runden à ca. 10km mit einer Steigung. Zuerst 1km im Zickzack hoch, dann etwa 1.5km leicht steigend, eine kurze Abfahrt und noch eine kleine Rampe bevor es in die Abfahrt ging. Bei der Start/Ziel Passage absolvierten wir jeweils auch noch ein Pavéabschnitt. 

Ich fühlte mich gut. Meine Beine drehten schon bald 100km lang sehr gut und ich war motiviert. Die erste der sechs Finalrunden überstand ich gut und das Feld wurde schon ziemlich viel kleiner. Ich denke max. 80 Fahrer waren da noch dabei und wir fuhren die zweite Runde. Es löste sich eine Fluchtgruppe in der Steigung und ich fuhr nach. Ich fühlte mich einen kurzen Moment zu gut. Trotzdem wollte ich es versuchen. Kurze Zeit später wurden wir vom Feld wieder eingeholt. Die folgenden Runden wurden ziemlich hart und ich musste in der zweitletzten Runde das Feld ziehen lassen.

Mit meiner Form bin ich sehr zufrieden und dass ich einmal wieder vorne mitfahren konnte bei einem grossen Rennen in Italien freut mich sehr! 

GP Mobiliar - Kiesen

Aufstehen war schon angenehmer. Prellungen, Schürfwunden, Rückenschmerzen und ein irgendwie verrosteter Körper begrüssten mich am Ostermontag. Trotzdem wollte ich am Rennen in Kiesen starten. 

Das Rennen war im Gegensatz zum Vortag topfeben! Viele Kurven machten das Rennen jedoch nicht einfacher. Auch an diesem Tag setzten sich acht Fahrer direkt ab. Von uns war niemand in der Gruppe, was natürlich schlecht war! Nach etwa 50 gefahrenen Kilometern setzten sich Gabriel Chavanne und Lukas Flückiger ab. Ich fuhr ihnen nach, da dies zwei sehr gute Fahrer sind. Mit der Aufholjagt verpuffte ich aber viele Kräfte welche mir anschliessend fehlten, mit ihnen über längere Zeit mitzufahren. Leider musste ich sie nach kurzer Zeit ziehen lassen und mich zurück ins Feld fallen lassen. Dies ärgerte mich! 

Zurück im Feld wurde das "auf dem Velo hocken" ziemlich unangenehm. Mein Rücken schmerzte und ich spürte die Blessuren vom Vortag. Jedoch kein Grund, nicht weiterzufahren. Ich fuhr mit dem Hauptfeld ins Ziel und sprintete auf den 28. Rang. Ein Osterwochenende, dass ich mir definitiv besser vorgestellt habe. 

Annemasse-Belgarde-Annemasse (FR)

Mein Rennverlauf für das Rennen in Frankreich war ein wenig ähnlich wie das traditionelle "Eiertütschen" am Ostersonntag.

Alles startete ziemlich gut und die ersten zwei von fünf Bergpreisen auf den gesamthaft 180 Kilometer passierte ich im Feld. Gleich zu Beginn fuhr vorne eine Gruppe weg. Leider gelang es mir nicht, dort mit drinn zu sein. In der Abfahrt vom zweiten Bergpreis - keine sehr schwierige Abfahrt - bremste ein Fahrer vor mir ziemlich rasant, was ihm sein Rad ins Rutschen brachte. Die Strassen waren nass und es regnete. Mit diesem Manöver zog er rund fünf bis zehn Fahrer zu Boden, darunter auch ich. Es "tütschte" also ein erstes Mal!

Aufstehen, Velo fixieren, kurze Rücksprache mit dem sportlichen Leiter und weiter ging es. Kurz darauf "tütschte" es ein zweites Mal. Gleiche Prozedur, langsam tat jedoch alles weh... Als ich wieder im Feld zurück war, merkte ich, dass mein Wechsler kaputt war. Die Schaltung schaltete von selbst und ich konnte nicht mehr eingreifen. Leider war kurz danach das Rennen für mich beendet. Ich versuchte mich sofort auf den kommenden Tag zu fokussieren und so gut wie möglich zu erholen.

GP Crevoisier - La Courtine

Das erste Nationale Rennen in der Schweiz stand auf dem Kalender! Ich kam dorthin mit drei Renntagen in den Beinen und voller Motivation. Die zwei Trainingsrennen und ein Rennen in Frankreich waren für mich eine gute Grundlage um das Rennen hier zu starten.

Es ging hektisch los. Wir vom VC Mendrisio waren mit 12 Fahrern vertreten, also praktisch unser ganzes Team. Das Ziel war klar! Nur der Sieg zählt fürs Team, keine Fluchtgruppe kommt weg, ohne dass ein Fahrer vom VC Mendrisio vertreten ist. Die erste Fluchtgruppe mit 12 Fahrern kam gleich weg. Von uns? Leider kein einziger dabei!! Da die Gruppe aber kurzum wieder gestellt wurde, war dies kein grosses Problem. Ettliche grössere Gruppen konnten sich im Verlauf des Rennens vom Feld lösen. Auch ich war einmal für kurze Zeit vertreten, jedoch wurden auch wir wieder eingeholt. In der Schlussphase des Rennens, nach etwas mehr als 100 Kilometern konnte sich dann aber eine Gruppe lösen. Gleich zuvor leistete ich einen grösseren Effort und hatte die Kraft nicht, auch in der Gruppe vertreten zu sein. Ich war etwas enttäuscht - so viele Versuche und trotzdem klappte es nicht mit der Fluchtgruppe. Aber eben, das ist der Sport! 

Die Gruppe kam bis ins Ziel und meine Teamkollegen bewiesen ihr können. Ein Sieg für den VC Mendrisio für Cyrille Thièry! Die weitern Plätze waren auch sehr gut. Fünfter Rang für Niels, elfter Rang für Lorenzo und ich wurde am Schluss zwölfter! Im Nachhinein gesehen ein ganz gutes Resultat für mich, im ersten Moment jedoch, war ich ein wenig enttäuscht.

Ich blicke zuversichtlich auf das Osterwochenende, an dem ich am Sonntag in Annemasse (FR) ein Rennen bestreiten werde und am Ostermontag in Kiesen bei Thun am Start stehen werde! Ich freue mich auf zwei tolle Rennen!

Trainingsrennen Hindelbank

Das Trainingsrennen in Hindelbank war mit 80 km relativ kurz, wurde aber trotzdem sehr intensiv! 

Gleich zu Beginn, nach etwa zwei Rennkilometern fuhr mein Teamkamerad Niels Knipp zusammen mit sechs weiteren Fahrern in die Fluchtgruppe. Ich war kurze Zeit ein wenig enttäuscht, nicht auch dabei zu sein. Als dann aber mit der Zeit drei Fahrer aus der Spitzengruppe zurück kamen, da sie vorne nicht mehr mithalten konnten, witterten wir hinten unsere Chance. Etwa 20 Kilometer vor dem Ziel schlossen wir uns zu sechst zusammen und starteten einen Angriff, der auch gelang. Zusammen holten wir die Fluchtgruppe wenige Kilometer vor dem Ziel wieder ein.

Einmal tief durchatmen und schon ging es in die Schlussphase des Rennens. Ein paar Fahrer versuchten sich noch einmal abzusetzten, was ihnen aber nicht gelang. Jeder Angriff wurde soeben gestellt. Der Schlusssprint - leicht ansteigend - wurde lanciert und ich konnte mir den dritten Rang sichern. Auch wenn es kein grosses Rennen war, die Platzierung war sehr gut für die Moral! 

Criterium du Printemps (FR)

Das erste Mal in diesem Jahr ging es ins Ausland. Genauer gesagt nach Montbéliard in Frankreich. Dort starteten wir von Mendrisio mit 4 Fahrern und machten uns so gemeinsam los auf die rund 120 Rennkilometer. Am Start waren rund 100 Fahrer, vorallem aus Frankreich aber auch aus der Schweiz. 

Der Parcours war wellig, mit einem ganz kurzen Anstieg. Die Temperaturen nahe am Gefrierpunkt machten das Rennen ziemlich anspruchsvoll. Da ich dies aber aus meinem täglichen Training ein wenig "gewohnt" bin, machte mir dies während dem Rennen nichts aus. Zwei meiner Teamkollegen konnten sich schon früh in eine Fluchtgruppe inserieren. Diese war lange vorne weg. Das EKZ Racing Team übernahm dann aber wenige Runden vor Schluss das Zepter und holte die Fluchtgruppe wieder zurück. Ausser zwei Fahrer vom Team CC Etupes konnten sich bis ins Ziel retten. Dahinter gab es etwa drei Kilometer vor dem Ziel noch ein Angriff, der das klein gewordene Feld ein wenig auseinander riss. Im Ziel waren es dann für uns sehr gute Resulate, konnten wir uns doch alle 4 innerhalb der ersten 22 Fahrer klassieren. Ich konnte mich auf den 12. Schlussrang retten und bin sehr zufrieden mit dieser Leistung. Strava - Trainings

Ich hoffe sehr, dass meine Form weiter Berghoch geht und ich meine Leistungen abrufen werden kann! Ich freue mich sehr auf die bevorstehenden Rennen. 

Giron du Nord Vaudois

Meine Saison startete ich mit einem Trainingsrennen in Nyon. Nach einer langen Zeit und vielen Stunden im Sattel war ich sehr gespannt auf meine Formkondition. Im abschliessenden Trainingslager mit dem Team in der Toscana durfte ich reichlich Kilometer absolvieren und ich fühlte mich im Grossen und Ganzen sehr gut.

Das Trainingsrennen war etwa 80 km lang. Der Parcours war leicht wellig, jedoch keine langen Anstiege. Von den rund 90 Startenden waren nach den ersten Runden schon viele abgehängt und es verblieb eine kleine Gruppe. Wir machten uns das Rennen gegenseitig hart und bis eine Runde vor dem Ziel war die Gruppe noch etwa 20 Fahrer gross. Zwei Fahrer konnten sich in der Schlussrunde von uns absetzen. Im Sprint vom kleinen Feld wurde ich 7ter, was den 9ten Schlussrang für mich ergab. Nach dem Rennen fuhr ich dann noch etwa 2h weiter um noch etwas für die Ausdauer zu trainieren :-)