Teamzusammenzug VC Mendrisio

Zu einem gemütlichen Abendessen trafen wir uns in einem Restaurant in Mendrisio. Dabei wurde das Abendessen auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und die Fahrer, welche im Jahr 2014 diverse Erfolge feiern durften (Schweizermeister und Europameistertitel auf der Bahn) wurden geehrt. Wir bekamen den provisorischen Rennplan fürs Jahr 2015 und ein Exemplar unserer Rennräder für die nächste Saison wurde uns vorgeführt. Dieses wurde natürlich von jedem Fahrer genau betrachtet Lautes Lachen Die Vorfreude aufs neue Rad ist natürlich ziemlich gross!

Am Tag danach trafen wir uns zu einer gemeinsamen Ausfahrt. Dabei konnten jedoch nicht alle Fahrer teilnehmen. Einige fuhren schon am Abend wieder nach Hause in die Welsch oder Deutschschweiz oder am nächsten Morgen früh. Bei einer tollen Ausfahrt in der Schweizer Sonnenstube konnten wir uns ein wenig kennen lernen und starteten die ersten interessanten Diskussionen über die nächste Saison. 

VC Mendrisio

Letztes Wochenende wagte ich mich in die momentan verregnetste Zone der ganzen Schweiz. Das Tessin. Dort stand am Samstag für mich ein wichtiges Ereigniss auf dem Programm. Ich konnte den Vertrag in einem von vier Eliteteams der Schweiz unterzeichnen. Beim VC Mendrisio werde ich zusammen mit 12 weiteren Fahrern meine Saison 2015 in den Angriff nehmen. 

Es freut mich ausserordendlich, in einem Team fahren zu dürfen. Ein kleiner Traum wird wahr! Zusammen mit meinen Teamkollegen werde ich nächste Saison Rennen in der ganzen Schweiz, Italien und Frankreich fahren. Fünf Fahrer des Teams durften in diesem Jahr sogar bis nach Japan reisen um dort an einem Rennen teilzunehmen. Es erwarten mich also neue Horizonte und ich bin sehr gespannt, was auf mich zukommt! 

21° Trofeo Lampre Italien

Ziemlich spontan entschied ich mich am Freitag vor einer Woche nach Italien zu gehen. So reiste ich am Samstag nach Italien um an einem U23 Strassenrennen teilzunehmen. Der Start erfolgte dann um 9.00 Uhr. Es waren ca. 100 Fahrer am Start, welche die Strecke von 140 flachen Kilometern so schnell wie möglich fahren wollten. Mehrere Male versuchte ich, in eine Fluchtgruppe zu kommen, damit eine Vorentscheidung stattfinden könnte. Leider organisierten sich die Italienischen Teams aber so, dass es in den Sprint ging. Immer wieder setzten sich ganze Teams mit 7-9 Fahrern vorne hin und fuhren ein sehr hohes Tempo. So konnte sich nie eine Gruppe lösen. Reine Taktik! Nach knapp 3h war dann die Entscheidung im Sprint gefallen. Ich versuchte auf den letzten Kilometern, meinen Teamkollegen nach vorne zu führen, damit er im Sprint mitmischen konnte. Dies gelang ihm jedoch nicht so gut... Ich positionierte mich dann trotz der geleisteten Arbeit auf dem guten 21. Rang. Mit diesem Resultat bin ich zufrieden, sind wir doch mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 47km/h die 140km abgeradelt. Lautes Lachen

Am Montag ging es dann für mich weiter in die Toskana, wo ich eine Woche Ferien mit meinen Eltern genossen habe. Natürlich mit dem einen oder anderen Training :-) 

Rennwochenende im Tessin

Mendrisio-Monte Generoso

Letzten Samstag startete ich am Bergrennen von Mendrisio auf den Monte Generoso. Der Start auf die 10km lange Steigung erfolgte um 13.30 Uhr und alle Kategorien starteten zusammen. Ich fühlte mich gut und so versuchte ich in den vordersten Positionen die Steigung in Angriff zu nehmen. Dies gelang mir sehr gut und ich konnte die ersten paar Kilometer gut mithalten. Als dann ein Angriff erfolgte, musste ich die Spitze ziehen lassen. Ich versuchte meinen Rythmus zu fahren und so schnell wie möglich ins Ziel zu kommen. So konnte ich noch einige Fahrer einholen und an ihnen vorbei ziehen. Im Ziel war ich als 6. Amateur. Für mich ein gutes Resultat mit welchem ich zufrieden war. Das eigentliche Rennen fand ja am Sonntag statt.

Giro del Malcantone

Am Sonntag stand dann das Strassenrennen auf dem Programm. 17x gab es eine ca. 700 Meter lange Steigung zu absolvieren. Das Tempo war von Anfang an hoch und die Steigung wurde immer voll hoch gefahren. Immer wieder kamen Fahrer kurz weg, wurden aber bald wieder eingeholt. Doch plötzlich konnten sich zwei Fahrer entscheidend absetzen. Man liess die Fahrer ziehen und sie holten sich einen Vorsprung von einer Minute heraus. Zwischenzeitlich kam das Feld bis auf 15 Sekunden wieder heran doch der Aufschluss gelang nicht. Irgendwann lief es gar nicht mehr und das Feld harmonierte nie wirklich. Die Steigung fuhr man voll hoch und auch die darauffolgenden Wellen fuhr man zügig. Auf dem Flachstück von ca. 2km wurde jedoch richtig "geplämpert".. Jeder liess die Beine hängen. Ich versuchte mehrere Male vom Feld weg zu kommen doch jedes Mal wurde nachgeführt und das Feld setzte sich an meines oder anderer Fahrer ihr Hinterrad. Im Schlusssprint war ich nicht super platziert und so war es schwierig ein gutes Resultat zu erzielen. Trotzdem versuchte ich das maximum aus mir herauszuholen. Ich platzierte mich auf dem 9. Schlussrang. Im Ziel war ich ziemlich enttäuscht, nicht besser platziert zu sein. Später nahm ich dies aber zur Kenntniss denn mir war klar, dass ich alles versucht habe. Ich versuchte ettliche Male nach vorne zu fahren und das Feld zu sprengen. Leider geht dies nicht immer auf. Trotzdem hatte ich viel Spass und ich hatte ein tolles Weekend im Tessin. 

GP Lancy 2014

Auf einer welligen Runde von 5.2km welche es 20x zu absolvieren galt, messten sich gestern knapp 40 Junioren und Amateure. Die ersten Runden wurden wie immer ziemlich schnell gefahren, bis eine dreier Fluchtgruppe wegkam. Diese holte sich einen Vorsprung von rund einer Minute heraus und so wussten wir bei Kilometer 50-60, dass wir uns nun organisieren müssen damit wir die Gruppe wieder einholen. Eine bessere Organisation im Feld und müde Beine bei denen der Fluchtgruppe führten dazu, dass diese schon bald wieder eingeholt wurde. Das mittlerweile klein gewordene Feld war also wieder zusammen. 

Nach etlichen Angriffen kam dann in der kurzen und knackigen Steigung von ca. 400-600 Metern der Angriff eines Fahrers. Ich fuhr im nach und es folgten noch weitere. Die 300 Meter bis zur Zieldurchfahrt zogen wir voll durch. Auch danach harmonierten wir sehr gut und so waren wir zuerst eine zehner, später noch eine achter Fluchtgruppe. Die gute Zusammenarbeit brachte uns bis in die letzte Runde. Kleinere Angriffe in den letzten fünf Kilometern gab es, doch diese wurden jeweils gleich gestellt. Also lief alles auf die kurze Steigung und die darauffolgende kurze Fläche bis zum ziel heraus. Erstaunlich lange konnte ich in der Lauerposition fahren. Bis ca. 100 Meter vor dem Ziel wo ich dann noch den letzten Fahrer vor mir übersprinten konnte! SIEG! Und was für ein Gefühl!!!

Auch wenn an diesem nationalen Rennen nicht so viele Fahrer am Start waren wie z.B. an einer Bernerrundfahrt bin ich extrem glücklich! Dahinter stecken extrem viele Trainingsstunden. Viele bei Regen oder sogar bei Schneefall Lautes Lachen

Doch damit dies möglich wurde, benötigte ich extrem viel Unterstützung! Vorallem von Famile und Trainier. Mein Trainer motiviert mich und spricht aus riesengrossser Erfahrung. Es macht wirklich Spass! Ein ganz herzliches Dankeschön auch an alle die mich sonst unterstzützen und immer Interesse zeigen!

GP Tzamo / Kriterium Montreux

Letzten Sonntag fuhr ich nach Sauvagnier in der Nähe von Neuchatel um am GP Tzamo teilzunehmen. Von Anfang an lief es mir nicht wie gewünscht. Ich kam nie richtig auf Touren und war so nicht bereit, in die entscheidende Fluchtgruppe zu kommen. So verlief das Rennen eher passiv und ich spürte, dass ich die Woche vorher noch krank im Bett lag. Ich platzierte mich dann auf dem 24. Rang von ca. 70 gestarteten Fahrern. An und für sich kein schlechtes Resultat, nur nicht das, was ich von mir selbst erwartet habe. Nach dem Rennen machte ich mich sofort auf den Heimweg. Für mich war es wichtig, mich so gut wie möglich zu erholen damit ich am Mittwoch wieder fit war für das Abendkriterium (Kurzrennen) in Montreux. 

 

In Montreux waren dann ca. 25 Fahrer am Start. Das Rennen verlief folgendermassen: Achtung, fertig, los und ca. 45 Minuten voll Gas! Eine kurze Runde von 700 Metern gab es 40 Mal zu absolvieren. Gespickt mit zwei Spitzkehren war es ein ständiges Sprinten. Es war aber ein riesen Spass und ich fand es toll, auf der Promenade am Genfersee ein Rennen zu fahren. Im Sprint konnte ich mich gut durchsetzen und so wurde ich fünfter. Mit diesem Resultat bin ich sehr zufrieden. Wenn ich daran denke, dass ich vor dem Rennen schon fast wieder nach Hause gekonnt hätte. Beim packen meiner Tasche vergass ich nämlich, meine Velohosen einzupacken. Als ich mich dann fürs Rennen bereit machte, erlebte ich einen rieeesen Schock! Glücklicherweise konnte ich aber von einem Juniorenfahrer eine Hose ausleihen. (zum Glück hatte dieser zwei Paar dabei Lautes Lachen ) 

Ich denke, respektive hoffe, dass mir das nie wieder passiert {#smileys123.tonqueout}

GP Oberbaselbiet

Auf dieses Rennen freute ich mich besonders. Der Rundkurs von knapp 8km war 13 Mal zu bewältigen (im Gegensatz zu letzer Woche erscheint einem dies ja direkt kurz?) und wirklich flach war es nirgends! Dies sprach dafür, dass es viele Höhenmeter geben wird. Eigentlich so, wie ich es mag! Super motiviert fuhr ich vom ersten Kilometer weg immer in den vordersten Positionen des Feldes damit ja keine Fluchtgruppe ohne mich weg kommt. Nach ca. 4 Runden fuhr dann ein Fahrer mit voller Kraft in die lange Steigung herein. Doch etwa in der Mitte des etwa 1-1.5km langen Anstiegs ging diesem plötzlich die Kraft aus. Sofort folgte ein weiterer Angriff und zuoberst waren wir noch 7 Fahrer. Wir zogen gleich durch und fuhren weg. Zuerst harmonierten wir nur relativ gut doch schon bald war jedem klar, dass wir nur zusammen durch kommen. Schliesslich fehlten uns immer noch ganze sieben Runden.

Das Wetter war tüppig warm und beim ständigen Auf und Ab gab es nicht viel Zeit zum erholen. So kam es, dass wir plötzlich nur noch 6 Fahrer waren. Trotzdem vergrösserte sich unser Vorsprung auf mehr als drei Minuten. Ich war super motiviert! Doch dann, etwa zwei Runden vor Schluss, bekam ich erste Krämpfe. In einer Fluchtgruppe zu sein ist hart. Man hat nie Zeit, sich wirklich zu erholen und fährt ständig am Limit oder darüber. Die Aufregung, das Wetter und diverse weiter Aspekte machten mir etwas zu schaffen. Ich versuchte nun zu überleben und einfach so lange wie möglich dabei zu bleiben. In der letzten Runde musste ich dann die fünf Fahrer ziehen lassen. Die Krämpfe waren mittlerweile so stark, dass ich die Beine kaum noch drehen konnte. In der Abfahrt versuchte ich so gut wie möglich zu erholen und rettete meinen Vorsprung bis ins Ziel. Es resultierte ein 6. Rang. Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden. Von 65 gestarteten Fahrern fuhren nur 30 fertig. Ein paar wenige konnten wir überrunden und viele mussten das Rennen aufgeben.  Jedoch "fuchste" es mich ein wenig, so lange dabei zu sein und am Schluss nicht mehr folgen zu können obwohl der Wille riesig gewesen ist... Aber ich bin überzeugt, ein anderes Mal klappt es!!

Der Tag in der Fluchtgruppe war cool und die von Beginn weg agressive Fahrweise zahlte sich aus Gefällt

Schweizermeisterschaft Strasse U23

Am Start mit einem Teamkollegen (rechts), einem früheren Teamkollegen (mitte) und ich (links)

Vor uns viele weitere Fahrer :-)

Mit einem ziemlich komischen Gefühl fuhr ich gestern nach Kriegstetten an die Schweizermeisterschaft. Wieso ein komisches Gefühl? Das Rennen war 170km lang. Eine Distanz, welche ich bisher noch nie als Rennen gefahren bin. Trotzdem war ich positiv eingestellt und wollte mein Bestes geben! Der Rundkurs; wellig und praktisch keine grossen Flachstücke! So wie es mir gefällt :-)

Die erste Runde wurde voll aufs Tempo gedrückt und alle fuhren am Limit. So kam es, dass sich schon bald eine Spitzengruppe löste. In dieser waren die besten Elite-Fahrer dabei und noch ein paar weitere. Das Feld zersplittete sich ziemlich und so waren mehrere kleinere Gruppen entstanden. Ich war irgendwo mittendrin. Zu diesem Zeitpunkt ging das Rennen aber immer noch rund 140km... Unsere Gruppe harmonierte gut und so konnten wir schon bald die Gruppe vor uns wieder einholen. In dieser fuhr ich dann bis zum Schluss. Das ständige Auf und Ab machte jedem etwas zu schaffen und das Tempo wurde von Runde zu Runde immer langsamer. Immer wieder kleine Angriffe, jedoch kein entscheidender.

Vorne waren immer noch 12 Fahrer weg welche nun einen beträchtlichen Vorsprung auf uns hatten. Es ging also bei uns darum, um den 13. Schlussrang zu sprinten. Bis zu einem Kilometer vor dem Ziel war es also mehr ein gegenseitiges Beobachten. Wer konnte wohl nach 169km noch sprinten? Wie sehen die andern aus? An welches Hinterrad klammere ich mich am besten um im Sprint gut positioniert zu sein? Alles Fragen welche mir durch den Kopf gingen. Mein Hinterrad fand ich und sprinten konnten noch viele. In der letzten Kurve, ca. 200 Meter vor dem Ziel, war ich an 3. Position. Die Fahrer vor mir konnte ich leider knapp nicht mehr übersprinten. Von hinten kam aber zum Glück auch keiner mehr :-) 

Mit dem 15. Schlussrang an meiner ersten U23 Schweizermeisterschaft bin ich sehr zufrieden. Es ist toll, eine solche Renndistanz gemeistert zu haben und ich freue mich schon auf das nächste Rennen! Der Fakt, dass viele Fahrer das Rennen nicht beenden konnten zeigt mir auch, dass ich im Monat Juli sehr gut trainiert habe. 

Schweizermeisterschaft Einzelzeitfahren U23

Auf einer Runde von 22.4km mit unzähligen Kurven sowie zahlreichen kurzen Steigungen konnte sich heute jeder Fahrer selber einteilen, wie schwer er sich das Leben machen will. Beim Zeitfahren ist jeder auf sich alleine gestellt. Du, gegen die Uhr! Natürlich fuhr keiner der gestarteten Fahrer gemütlich die Strassen ab. Um 10:22 Uhr startete ich mein Rennen voll los! Während der Fahrt konnte ich meine Kräfte relativ gut dosieren. Für die letzten 2-3 km fehlte mir aber dann trotzdem das nötige Etwas. Ich gab alles und kam völlig K.O. im Ziel an. Mein Resultat, ein 14. Rang. Mit diesem Resultat bin ich sehr zufrieden. Nachdem ich am Sonntag an der Züri Metzgete das Rennen nach 15 Rennkilometern beenden musste, ging es darum, bis heute alle Prellungen und Schürfungen zu pflegen. Bei einem Massensturz von Fahrern direkt vor mir wurde ich zu Boden gerissen. Für mich ein paar Schürfungen, für mein Velo einen Rahmenbruch. :-( Solche Stürze gibt es. Sie sind immer unnötig aber kommen vor. Aber zum Glück bin ich noch ganz :-)

Das heutige Resultat gibt mir aber wieder Selbstvertrauen und Motivation für die nächsten Rennen!! Wild

Untenstehend ein kurzes Video vom heutigen Zeitfahren. :-)

SM Einzelzeitfahren

Ein Blick aus dem Begleitauto während meinem Rennen.

Pfingstrennen Ehrendingen

In der Flucht mit Simon Brühlmann (mitte) und Luca Frasa (hinten)

Bei etwa 30-35° Celsius machten sich etwa 90 Amateur-Fahrer auf den Weg für 18 Runden und 126km. Darunter auch ich :-) Der Parcours war gespickt mit zwei kurzen, knackigen Anstiegen. Dazwischen etwas Flach, leicht steigend oder kurze Abfahrten. Bis zur Rennhälfte verlief das Rennen ziemlich Ruhig. Verschiedene Angriffe doch niemand kam definitiv weg. Es schien, als würde jeder mit der Hitze kämpfen. (nebst mit den Gegnern) Doch nach etwa 60km griff Simon Brühlmann an. Ein Fahrer, welcher dieses Jahr auch schon Rennen gewann. Ich wollte ihm nach, denn er gilt als ein gefährlicher Ausreisser. So lösten wir uns zu dritt vom Feld und fuhren bis zum Kilometer 85 zusammen vor dem Feld. Unser Vorsprung war bis zu einer Minute gross. Doch dann lösten sich hinten im Feld weitere Fahrer, welche zu uns aufschlossen und dann auch weiter Gas gaben. Trotz der Einnahme von viel Flüssigkeit und einer eigentlich guten Verpflegung während dem Rennen war nach etwas mehr als 100km die Kraft weg. Ich bin sprichwörtlich "eingegangen"! Danach ging bei mir nichts mehr... Ich stieg aus dem Rennen aus und legte mich erstmals an den Strassenrand und vorallem, in den Schatten! 

Das Resultat ist ganz klar nicht erfreulich. Der Fakt, dass ich fast 50km in der Flucht war, ist erfreulich. Ich habe meine erste Erfahrung gemacht, in einer Fluchtgruppe zu fahren. Einmal gehts bis zum Schluss auf, einmal nicht. Heute reichte es leider noch nicht. Dies hindert mich jedoch nicht davon ab, es bei einer nächsten Gelegenheit wieder zu versuchen!

Radsportfest Märwil

Es stand wieder ein hartes Rennen bevor. 154km und 2000 Höhenmeter waren für das Elite+Amateur Rennen in der Nähe des Bodensees geplant. Der Start erfolgte schnell und so kamen bald sechs Elitefahrer weg welche bis zum Schluss nicht mehr eingeholt wurden. Hinten im Feld waren von Runde zu Runde immer weniger Fahrer vertreten. Cirka bei Kilometer 100 griff ein Fahrer aus dem Feld an. Ich, sowie noch etwa 10 weitere Fahrer konnten zu ihm aufschliessen und so war das Rennen richtig spannend. Doch scheinbar war dies zu viel Nervosität. Es kam zu einem Sturz in welchem auch ich verwickelt war. Ein kurzer Schock und extrem viele Schutzengel, sowie eine eingeklemmte Kette waren die Folgen für mich! Der Rest der Gruppe war weg und das Feld an uns vorbeigerauscht. Ich riss meine Kette wieder raus und versuchte so schnell wie möglich wieder los zu fahren. Doch leider war ich auf mich allein gestellt. Also fuhr ich eine Runde (ca. 10km) auf eigene Faust bis ins Feld zurück wo ich mich dann auch für eine Runde blieb. Doch der Fakt, dass ich zuvor in der vorderen Gruppe vertreten war liess mich nicht ruhig weiter fahren. Drei Runden vor Schluss versuchte ich dann zum ca. 10 Köpfigen Verfolgerfeld (vorne waren immer noch 6 Elitefahrer weg) aufzuschliessen. Doch alleine gegen alle war dies sehr schwierig. Ich kam nah an das Feld ran, der Aufschluss gelang mir aber bis ins Ziel nicht. Von hinten kam aber niemand mehr ran :-)

Als 20. Elite-Amateur und 5. Amateur konnte ich das Rennen  beenden. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Kondition und freue mich, so viele Kilometer alleine gemacht zu haben. Ich blicke auf ein weiteres Rennen am Pfingstmontag und bin sehr motiviert! 

Bergrennen Silenen-Bristen

Kurz aber vollgas! Dies war die Devise für das heutige Bergrennen. Am Start waren etwas mehr als 30 Fahrer welche möglichst schnell die sechs Kilometer fahren wollten. Darunter auch Fahrer wie Patrick Schelling (Profi bei IAM Cycling) oder Indergand Reto (U23 MTB Schweizermeister) welche dafür sorgten, dass das Tempo sicherlich nicht zu tief war. Kurz gesagt, es wurde von unten bis oben voll gefahren. Im Ziel kam ich als 10. an und wurde dritter Amateur. Das Resultat ist für mich zufriedenstellend, jedoch nicht das, was ich von mir selbst erwartete. Ich denke, aus meinen Beinen könnte noch viel mehr kommen als es heute der Fall war Lautes Lachen

GP Cham

Der Start des Elite + Amateur Feldes auf 16 Runden und gesamthaft 150km erfolgte um Punkt zwei Uhr bei tiptopem Wetter. Das Feld war international gut besetzt. So waren Fahrer aus Italien, Österreich, Deutschland, Frankreich, Dänemark, USA und noch viele mehr am Start. Gesamthaft 110 Fahrer. Die engen Strassen des Parcours machten das Ganze etwas schwieriger. Ich kam gut vom Start weg und konnte das Rennen im vorderen Teil des Feldes starten. Meine Position dort konnte ich auch über mehrere Runden halten. Zum Glück! Hinter mir "tätschte" es ein paar Mal im Feld. Es ist immer sehr unangenehm, den Lärm eines Sturzes im Feld zu hören. Trotzdem muss man konzentriert bleiben und sofort weiterfahren! Früh kam eine Gruppe weg. Leider verpasste ich diesen Moment und so war ich immer noch im Hauptfeld dabei. Am Hinterrad von Martin Elmiger, einem echten Profi, fühle ich mich sicher und dachte mir nur: "Solange ich an seinem Hinterrad bin, ist das Rennen noch nicht gelaufen". Doch nach einem kurzen Antritt hängte er das ganze Feld ab und fuhr zur Spitzengruppe vor. Das Rennen verlief dann relativ ruhig. Das Tempo immer relativ hoch aber die Fahrer, darunter auch ich, waren sich nie richtig einig wer nachführen soll. Ich versuchte es mit drei weiteren Fahrern, zur Spitze vorzufahren. Doch als junger Amateur gegen erfahrene Elitefahrer war dies sehr schwierig. So hiess es dann 3 Runden vor dem Ziel, dass dies die letze Runde sei und wir danach noch normal klassiert werden. Den Sprint unseres Feldes konnte ich gewinnen und konnte das Rennen als 43. und 9. Amateur beenden.

Dies gab mir weitere Punkte. Mein Saisonziel, die 55 Punkte für die Qualifikation der Elitekategorie zu sammeln, konnte ich schon nach 5 beendeten Rennen erreichen. Ich bin selbst sehr erstaunt, wie schnell ich dies geschafft habe. Es freut mich natürlich riesig, heisst aber nicht, dass ich jetzt die Beine hochhalte für den Rest der Saison. Schon am Donnerstag geht es mit dem nächsten Rennen weiter! Ich bin sehr zuversichtlich und freue mich, dass es so gut läuft. Es zeigt mir, dass sich das tägliche Training bezahlt macht!

GP Rain

An einem der kurzen Anstiege des GP Rain wollte ich das Tempo hoch halten und so setzte ich mich vorne ans Feld!

GP Rain

Ein Parcours von circa sechs Kilometern welcher 19 Mal zu absolvieren war mit kurzen, knackigen Anstiegen. Dies war das Sonntagsmenu des GP Rain 2014. Schon von Beginn weg, zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Der Start erfolgte schnell und das ganze Feld war sehr nervös und die Bewegungen sehr hektisch. Glücklicherweise gab es keinen Sturz aufgrund dessen. Die Steigungen wurden fast immer voll Gas gefahren. Dies machte riesig Spass! (ab und zu aber auch ein wenig weh in den Beinen) Doch nur so konnten wir das Feld kleiner werden lassen. Als dann etwa fünf Runden vor Schluss eine 6er Gruppe plötzlich einen Vorsprung von 40 Sekunden hatte wurde hinten im Feld klar: Es muss mächtig Tempo gemacht werden! Gesagt, getan! Innerhalb von wenigen Kilometern wurde die Fluchtgruppe eingeholt und so kam es zum Schlusssprint. Etwa zwei Kilometer vor dem Ziel war ich noch viel zu weit hinten im Feld. Ich schlängelte mich durch das Feld und bis 200 Meter vor dem Ziel war ich etwa in den ersten 15 Positionen. (für einen Sprint immer noch sehr weit hinten und taktisch schlecht platziert) Ich gab vollgas und fuhr bis auf den 4. Platz hervor. Mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden. Die Tatsache, den Sprint von so weit hinten gestartet zu haben, wurmt mich aber ein wenig {#smileys123.tonqueout}

Klagen auf hohem Niveau. Ich konnte wieder wertvolle Punkte sammeln und bin sehr happy mit meiner Form. Nächstes Wochenende gibt es wieder ein Rennen mit den Elitefahrern zusammen. Dort will ich so lange wie möglich vorne mitfahren und wertvolle Erfahrungen sammeln. Die Distanz wird dort 150km betragen! Ich hoffe, dort wieder gut fahren zu können!

Berner Rundfahrt und GP Lausanne

Berner Rundfahrt

An diesem Wochenende wollte ich zwei Rennen in folge bestreiten. Am Samstag stand ein prestigeträchtiges Rennen auf dem Programm. Die Berner Rundfahrt. Am Start waren etwa 90 Amateur-Master Fahrer mit dem gleichen Ziel. So schnell wie möglich die drei Runden mit viel Höhenmetern und dem Frienisberg als Bergpreis zu absolvieren. Schon nach der ersten Runde war das Feld kleiner. Dies aufgrund einer schnellen Bergfahrt und vielen Angriffen welche aber immer wieder gestellt wurden. So ging es dann auch weiter... Angriff für Angriff und am Berg immer möglichst schnell um möglichst viel Fahrer abzuhängen. Dies gelang dem Feld auch ziemlich gut. Immer weniger Fahrer konnten dem Tempo standhalten und am Schluss waren wir noch etwa 25-30 Fahrer welche sich nun in der Abfahrt und der anschliessenden Fläche zum Ziel das Leben schwer machten. Zwei Kilometer vor dem Ziel konnten sich dann zwei Fahrer absetzen welche ihren Vorsprung von 6 Sekunden ins Ziel retten konnten. Im ersten Verfolgerfeld kam es zum Sprint und ich konnte diesen als 5. beenden. Als 5. U23 Fahrer konnte ich einen optimalen 7. Schlussrang ergattern.

GP Lausanne

Um 5 Uhr aufgestanden, um 8 Uhr losgefahren. Der Parcours des GP Lausanne war sehr wellig mit zwei längeren Anstiegen. Am Anfang waren die Verhältnisse noch relativ kühl und nass doch dies änderte sich während dem Rennen und so konnten wir bei blauen Himmel die Zieleinfahrt "geniessen". Das ständige Auf und Ab machte vielen Fahrern zu schaffen und so wurde auch heute das Feld immer kleiner. In der dritten Runde kamen einige Fahrer weg. Leider war ich zu diesem Zeitpunkt nicht gut platziert und so konnte ich nicht mitfahren. Die Gruppe konnte bis zum Ziel nicht mehr eingeholt werden. Das Rennen lief zügig weiter und in der Verfolgergruppe kam es  zum Schlusssprint. Diesen konnte ich heute als 3. beenden. Am Schluss wurde ich 16. und 8. U23 Fahrer. In der Schlussphase hatte ich etwas mit Krämpfen zu kämpfen was mir dann ein noch besseres Resultat erschwerte.

Mit dem ganzen Wochenende bin ich sehr zufrieden und freue mich, wieder Punkte gesammelt zu haben. Nächstes Wochenende geht es am GP Rain weiter! Natürlich hoffe ich, so weiter zu machen wie ich es an diesem Wochenende zeigen konnte.

Bilder folgen sobald ich im Netz etwas gefunden habe :-) 

Nationales Einzelzeitfahren Thun

15km voll Gas! Dies war das Ziel des Einzelzeitfahrens in Thun an welchem in der Kategorie Amateur-Master rund 40 Fahrer am Start waren. Ein welliger Parcours mit mehreren kurzen Anstiegen von 200-500 Metern machte das ganze Interessant.

Für mich war es wichtig, gut eingefahren an den Start zu kommen und das Zeitfahren nach Gefühl möglichst schnell zu fahren. Am Start fuhr ich voll los und ich wollte die ersten Steigungen so schnell wies geht hochfahren ohne aber zu überdrehen. Dies gelang mir gut und so konnte ich die hohe Pace halten. Nach etwa 10km hatte ich dann das Gefühl diesen Rythmus nicht weiter halten zu können. In einer kurzen Abfahrt fuhr ich dann so runter dass ich mich ein wenig "aktiv erholen" konnte. Für die letzten Kilometer wollte ich dann meine ganze Energie geben. Im Ziel angekommen, fiel ich fast ab meinem Velo aber war superhappy! Bei der Rangverkündigung bestätigte sich dies dann und so konnte ich einen optimalen 4. Platz als zweiter U23 Fahrer herausfahren. Mein persönliches Ziel, die 15km mit einem 45km/h Schnitt zu fahren habe ich erreicht und bin stolz darauf Lautes Lachen

Dieses Resultat gibt mir Selbstvertrauen und vorallem die ersten Punkte in Hinsicht auf die Elitekategorie. Nächstes Wochenende stehen gleich zwei Strassenrennen an auf welche ich mich sehr freue!

Resultate: http://www.rrc-thun.ch/phocadownload/EZF/ranglisten-2014/alle-ranglisten2_ezf-thun-west_2014.pdf 

Rennplan 2014

Schwarzhäusern

Rotes Trickot Nr. 134

Nachdem ich zwei Wochen lang in den stark befahrenen Strassen Englands trainierte ging es heute an das für mich erste Rennen der Saison. Die Strecke führte über 32 Runden mit einem kurzen knackigen Anstieg. Dies ergab schlussendlich ca. 100km.

Das Rennen heute starteten wir U23 Amateur mit einem Vorsprung von 3 Minuten auf die Elitekategorie. Nach etwa 15-20km holten uns die Elitefahrer ein. Bis zu diesem Zeitpunkt fuhren wir ein relativ hohes Tempo (ca. 40-43km/h Schnitt) Doch als der erste Elitefahrer an uns vorbei rauschte, ging die Post so richtig los! Es folgten Runden mit sehr hohen Tempi (45-47km/h im Schnitt) Es war richtig cool so schnell zu fahren. Leider fehlten mir auf die Dauer aber die Beine um mit diesem hohen Tempo mitzuhalten. So musste ich nach etwa 55km vom Feld abreissen lassen. Kurz darauf wurde ich von den Rennkomissären aus dem Rennen genommen. Die Enttäuschung war gross aber ich habe dieses Rennen bestritten um zu sehen, wo ich stehe. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es in den nächsten Rennen immer besser laufen wird. Es werden nun dann auch Rennen folgen, an welchen wir nicht gemeinsam mit den Elitefahrern fahren werden. Es motiviert mich, weiter hart zu trainieren und schon bald weitere Rennen zu fahren!

Rennplan 2014