Rennberichte 2017

6. Jun, 2017

Erneut mit der Nationalmannschaft unterwegs ging die Reise diesmal nach Tschechien. Ganz im Osten, fast schon an der polnischen Grenze fand das Etappenrennen Course de la Paix statt. Aus allen Nationen waren 6 Fahrer in Ihren Nationalfarben vertreten. 

Ich freute mich sehr, daran teilnehmen zu dürfen. Das Rennen war ein richtiges Bergetappenrennen und war praktisch nie flach. Mit Ausnahme des Prologes. Dieser gelang mir ziemlich gut und ich erreichte einen guten 25. Rang und war von uns Schweizern der schnellste. Doch die harten Etappen folgten erst. Die erste Etappe war dann ein stetiges Auf und Ab mit einem längeren Anstieg von 10km, jedoch immer "nur" bei 4-6% Steigung. Im Schlusscircuit ging es dann darum unseren Leader Marc so gut wie möglich zu schützen, was uns gut gelungen ist. Ich beendete die Etappe dann irgendwo in der Mitte des Feldes. 

Mit grosser Vorfreude startete ich auf die zweite Etappe. Diese war sehr anspruchsvoll und mit zwei Anstiegen am Schluss und einer Bergankunft alles ander als schnell gemacht. Auf der Hinfahrt zu den Bergen war ich jedoch in einem Sturz verwickelt und kam zu Boden. Der Moment im Rennen war nicht so schlimm, ich kam gut wieder ins Feld zurück aber hatte doch den Kopf ziemlich angeschlagen. Die Schürfwunden vergass ich schon im Rennen wieder doch der Kopf sumselte mir bis ins Ziel... Die Etappe verlief überhaupt nicht wie ich mir es gewünscht habe...

Nach einer eher schlechten Nacht und noch leichten Kopfschmerzen versuchte ich dann doch zur letzten Etappe zu starten. Zuerst ging es relativ gut doch plötzlich war mein Körper leer. Zusätzliche Kraft ging aufgrund der Verletzungen verloren und ich fühlte mich nicht so gut. Die Etappe konnte ich nicht beenden. So wie auch viele weitere Fahrer, die das Ziel nicht erreichten. 

Ich nehme das positive aus den ersten beiden Tagen mit und bin nun zuversichtlich, in den nächsten Rennen mehr Glück zu haben. Der Vergleich auf internationalem Niveau war aber sehr gut und sicherlich eine riesen Erfahrung wert!

1. Jun, 2017

Nach einem tollen (auch verregneten) GP Frankfurt war meine Motivation hoch. Ich gab Gas und trainierte fleissig weiter. Gleich eine Woche später konnte ich nochmal mit der Nationalmannschaft an den Start. Am GP Lugano konnte ich erstmal Profiluft schnuppern. Mit einem Versuch in die Fluchtgruppe zu gehen, konnte ich mich gut zeigen und ein offensives Rennen fahren, bevor dann aber meine Kräfte zu Ende gingen. 

Es stand ein weiteres Rennwochenende auf dem Programm mit dem GP Luzern, welcher für mich ziemlich enttäuschend war. Ich hatte Mühe mit dem kurzen und knackigen Parcours und den ständigen Wiederholungen und musste das Rennen vorzeitig beenden. Kein schöner Tag und umso höher mein Ansporn, am Tag danach im Einzelzeitfahren besser zu sein. Auch dort war ich ein wenig vom Pech verfolgt. Als einer der ersten Fahrer erwischte ich ein ziemlich heftiges Gewitter welches sich dann aber nach rund einem viertel der 30km wieder beruhigte. Die Form aber zufriedenstellend und der 11. Platz für mich auch eine kleine Bestätigung.

Am Wochenende danach standen grosse Rennen auf dem Programm. Vorallem die Berner Rundfahrt am Samstag. Das erste Mal konnte ich das anspruchsvolle Rennen mit dem Frienisberg beenden. Dass ich am Schluss noch auf den 25. Rang sprinten konnte, war balsam für die Seele. Ein Aufwärtstrend! Der Tag danach in Cham verlief dann nicht ganz nach Plan und ich verpasste den entscheidenden Postabgang. Die Form aber war da!

 

2. Mai, 2017

Ich freute mich sehr, zusammen mit einem starken Nationalteam in Frankfurt am Start stehen zu dürfen. Pünktlich zum Start begann es an zu regnen und es hörte auch bis im Ziel nicht wieder auf. 

Unser Ziel war es, das Rennen möglichst hart zu gestalten um eine Sprintankunft zu vermeiden. Mit dem späteren drittplatzierten Patrick Müller schaute ein tolles Resultat heraus. Die erste Schwierigkeit des Tages war der Feldberg nach rund 40km. Er war rund 10km lang mit einer mittleren Pendenz. Ich fühlte mich ziemlich gut und so kam es, dass sich direkt an der Kuppe eine Gruppe lösen konnte. Zusammen mit 12 weiteren Fahrern war ich in der Spitzengruppe vertreten. Doch bis zum Ziel war es noch sehr weit. Es schlossen dann immer mehr Fahrer auf. 

Doch in einer eher ruhigen Rennphase entschlossen wir, Rücksprache mit dem Sportlichen Leiter im Auto zu nehmen betreffend dem weiteren Vorgehen. Ich meldete mich, nach hinten zu gehen wusste jedoch nicht, dass wir wenige Kilometer vor einer steilen Mauer waren. Ich war somit hinten beim Auto als vorne die Post abging und verpasste den Moment. Ich fuhr schlussendlich die letzten 25 Rennkilometer im Grupetto in Richtung Frankfurt. 

Nächste Woche geht es weiter mit dem GP Lugano. Ein Profirennen, in welchem ich auch im Nationalteam starten kann. Es wird vorallem um die Erfahrung gehen. So gut wie möglich mitzufahren, natürlich so lange wie möglich :-)

24. Apr, 2017

Tolles Rennen in San Vendemiano. Leider nicht die Beine um bis ganz zum Schluss dabei zu sein aber trotzdem zuversichtlich für die kommenden Rennen!

19. Apr, 2017

Ein eher flaches Rennen mit vielen Kurven gespickt! In einer guten Ausgangslage wurde ich durch einen vor mir bremsenden Fahrer aus dem Rennen gebracht. Ich hängte mit meinem Vorderrad an ihm an und stürzte leider. Schon wieder Pech. Oder Leben am Limit? Egal - Form stimmt und ich freue mich auf die kommenden Rennen in Italien. (Foto: vor dem Start)